Lucia Froihofer

Violine, Konzertmeisterin

Lucia Froihofers Markenzeichen ist ihre tänzerische Art des Musizierens. Aufgewachsen in der steirischen Volksmusik, spezialisierte sie sich nach ihrem Studium der Violine und Instrumentalpädagogik an der jetzigen Universität für Musik und darstellenden Kunst Graz auf Alte Musik und deren Aufführungspraxis. Dem Barockviolinstudium bei Susanne Scholz an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig folgten weitere Studien bei Sigiswald Kuijken in Brüssel, Enrico Gatti in Novara und Michi Gaigg in Linz.

 

Lucia Froihofer widmet sich vor allem der Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts und musiziert diese jeweils auf den adäquaten Instrumenten und deren Spieltechnik. 2010 gründete sie gemeinsam mit Michael Hell die Neue Hofkapelle Graz, die sie mit ihm in künstlerischer Doppeldirektion leitet. Neben zwei Konzertreihen, die das Orchester in seiner Heimatstadt bespielt, gab es bereits Einladungen zur styriarte, in die Kölner Philharmonie oder zum Festival Alte Musik in Knechtsteden, Deutschland.

 

Auch die Kammermusik ist der Barockgeigerin ein wichtiges Anliegen. So musiziert sie in verschiedensten Ensembles vor allem selten gehörtes Repertoire. Konzertreisen führten sie in viele Länder Europas und Asien und zu zahlreichen europäischen Festivals. Mit ihrem Ensemble „vezzoso“ (jetzt La Gioconda) gewann sie 2008 den Großen Ensemblepreis des Schmelzer-Wettbewerbes in Melk. 2005 war sie Finalistin des Magdeburger Telemann-Wettbewerbes.

 

Die musikantische Ader Lucia Froihofers pulsiert vor allem in ihrer Gruppe Spafudla, die im Bereich der Neuen Volxmusik mit ungewöhnlichen musikalischen Mixturen überrascht. CD-Produktionen in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich runden das Profil der Künstlerin ab, die ihre Begeisterung und Fähigkeiten auch am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz weitergibt.